Veranstaltungen

Online-Event zu "Extremist Foreign Fighters in the War in Ukraine", ausgerichtet von CEP und dem Brandenburgischen Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) – 01.04.2020

Im Mittelpunkt dieses Online-Events stand ein Vortrag von Kacper Rekawek, PhD, zum Thema „Career Break or a New Career? Extremist Foreign Fighters in the War in Ukraine“. In seinem Vortrag befasste sich Rekawek mit den Foreign Fighters im Ukraine-Konflikt. Neben tausenden Kämpfern aus Russland reisten seit 2014 auch rund 1000 Kämpfer aus Europa und den Vereinigten Staaten in die Ukraine, um auf beiden Seiten des Konfliktes zu kämpfen. Viele dieser Kämpfer kommen aus rechtsradikalen Netzwerken und stellen daher ein Sicherheitsrisiko sowohl für die Ukraine als auch für ihre Heimatländer dar. In seinem Vortrag zeichnete Rekawek die Motivation dieser Kämpfer, ihre Reisewege und interne Organisation nach.

Rekawek ist affiliated researcher bei CEP und associated fellow bei GLOBSEC, einem weiteren Partner von CEP. Seit 2018 kooperiert Kacper Rekawek mit CEP im Rahmen verschiedener Projekte. Im Anschluss beantwortete er zahlreiche Fragen der internationalen Zuhörer.

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Der rund 30-minütige Vortrag kann zudem auf dem YouTube-Kanal von CEP Germany angeschaut werden: YouTube-Link

CEP Online-Roundtable mit Ian Acheson (CEP) und Dr. Robert Pelzer (TU Berlin) zu „Islamistische Straftäter nach der Haft – Wie kann die Resozialisierung und Reintegration gelingen?“ – 16.03.2020

Am 16. März 2020 hat das Counter Extremism Project (CEP) Berlin einen Online-Roundtable durchgeführt, bei dem ein Vergleich deutscher und britischer Ansätze und Erfahrungen bei der Resozialisierung und Reintegration islamistischer Straftäter im Zentrum stand. Die Experten-Inputs kamen von CEP Senior Advisor Ian Acheson, einem der führenden Experten aus Großbritannien, sowie von Dr. Robert Pelzer, Leiter des Forschungsschwerpunkts Radikalisierungs- und Terrorismusforschung des Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin.

Ian Acheson hat im Jahr 2016 als ehem. leitender Justizvollzugsbeamter für die Regierung Großbritanniens die unabhängige Bewertung der Gefährdung durch islamistischen Extremismus im britischen Strafvollzugs- und Bewährungssystem geleitet. Er ist zudem Co-Autor der vergleichenden 2019er-Studie „Guns and Glory: Criminality, Imprisonment, and Jihadist Extremism in Europe“.

Dr. Robert Pelzer und Mika Moeller haben im Auftrag von CEP in den letzten Monaten eine Studie zum Thema Resozialisierung und Reintegration von (ehemaligen) Inhaftierten aus dem Phänomenbereich „islamistischer Extremismus“ verfasst, die in den kommenden Wochen veröffentlicht wird.

Studie von Ian Acheson: „Guns and Glory: Criminality, Imprisonment, and Jihadist Extremism in Europe”, Sept. 2019

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CEP Expertenworkshop „Resozialisierung und Reintegration von aus der Haft entlassenen islamistischen Extremisten – bewährte Praktiken und Herausforderungen in Deutschland und der EU“ – 11.12.2019, Berlin

In Kooperation mit der Technischen Universität Berlin hat CEP einen Expertenworkshop zum Thema „Resozialisierung und Reintegration von aus der Haft entlassenen islamistischen Extremisten – bewährte Praktiken und Herausforderungen in Deutschland und der EU“ am 11. Dezember 2019 in Berlin ausgerichtet. Teilnehmer waren Stakeholder aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft. Die Veranstaltung wurde von Alexander Ritzmann, Senior Advisor von CEP, moderiert, der bei CEP die Arbeit zu PVE/CVE leitet.

Nach einer Einführung in die Thematik durch Dr. Hans-Jakob Schindler, Senior Director von CEP, wurden zunächst die Kerninhalte und zentralen Ergebnisse der Studie „Resozialisierung und Reintegration von aus der Haft entlassenen islamistischen Extremisten“ von den Autoren Dr. Robert Pelzer und Mika Moeller (beide TU Berlin, Zentrum Technik und Gesellschaft) präsentiert. Diese Studie, die von CEP finanziert wurde, wird zu Beginn des Jahres 2020 veröffentlicht werden. Im Nachgang dazu wird CEP im Frühjahr einen weiteren Workshop ausrichten.

Des Weiteren stellte Maarten van de Donk vom Radicalisation Awareness Network (RAN) das „RAN - Rehabilitation Manual: Rehabilitation of radicalised and terrorist offenders for first-line practitioners” vor. Eine Plenumsdiskussion zu beiden Papieren folgte.

Präsentation von Maarten van de Donk:

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CEP Expertenworkshop "Two Years of NetzDG: Lessons Learned and Next Steps" – 29.11.2019, Berlin

Im November 2018 veröffentlichte CEP in Kooperation mit dem Centre for European Policy Studies (CEPS) eine erste Evaluation des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG). Aufbauend auf dieser Studie arbeitet CEP aktuell an einem Policy Paper, welches den nun angelaufenen Prozess der Novellierung von NetzDG belgeiten soll und Anfang 2020 vorgestellt werden wird. In dem von CEP organisierten Workshop kamen Vertreter der Verwaltung, Justiz, Industrie, Verbände und Forschung aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und der EU zusammen, um die bisherigen Erfahrungen mit der Umsetzung von NetzDG auszutauschen und Vorschläge für konkrete legislative Verbesserungen zu erarbeiten. Tenor der Diskussion war, dass NetzDG als erstes europäisches Gesetz von bahnbrechender Bedeutung war und weitere Gesetzgebungsverfahren in Europa und auf Ebene der EU maßgeblich beeinflusst hat. Die Befürchtungen, dass NetzDG zu einem „Overblocking“ führt, also einer massenhaften Entfernung auch von unproblematischen Inhalten, haben sich auch zwei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes nicht bewahrheitet.

Verbesserungen sind dennoch angezeigt. Die Teilnehmer diskutierten verschiedene Ansätze zur Vereinheitlichung der Meldeverfahren und der Vergleichbarkeit der Transparenzberichte. Weiterhin wurde herausgestellt, dass die Umsetzung des Gesetzes von einer klareren Definition, welche Inhalte zu entfernen sind, sowie einer Überarbeitung der Löschfristen profitieren könnte. Abschließend scheint es notwendig, den Anwendungsbereich des NetzDG zu überprüfen, um auch neue Formen, wie z.B. Filesharing-Webseiten ebenfalls abzudecken.

Die Veranstaltung wurde von Alexander Ritzmann, Senior Advisor von CEP, geleitet und moderiert. Das neue CEP Policy Paper wird Anfang 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

CEP-CEPS Studie: “Germany’s NetzDG: A key test for combatting online hate”, Nov. 2018

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Papier von Alexander Ritzmann: „Fighting Hate Speech And Terrorist Propaganda On Social Media In Germany: ‘Lessons Learned’ After One Year Of The NetzDG Law”, George Washington University, Sept. 2019

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CEP-KAS Expertengespräch “From Fake News to Deep Fakes: On the Threat of Deep Fakes to Democracy and Society” – 12.11.2019, Berlin

CEP und die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) stellten am 12. November 2019 ihr neues gemeinsames Projekt zu Deep Fakes vor. Dr. Hany Farid, Senior Advisor von CEP, und einer der führenden Experten auf dem Gebiet die digitalen Forensik, präsentierte die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit im Gebiet der Herstellung und automatisierten Erkennung von digital generierten oder veränderten Videoaufnahmen und den neuesten Stand der Technologie. Kernpunkt seiner Präsentation war die Warnung, dass die Technologie zur Herstellung von Deep Fakes sowohl besser als auch einfacher in der Handhabung wird und somit signifikant erweitere Verbreitung findet. Dies erhöht die Gefahr, dass sie in Zukunft in viel größerem Umfang für kriminelle Zwecke und politische Manipulation missbraucht werden wird. Konsumenten solcher neuen, qualitativ hochwertigen Deep Fakes werden die Manipulation kaum mehr erkennen können. Die forensische Detektion solch manipulierten Videos ist zwar möglich, jedoch immer erst im Nachgang.

Adrian Rosenthal, Head of Digital and Social Media von MSL Germany referierte zum Problem der Fake News und politischer Manipulation. Diese Phänomene sind zwar nicht neu, erlangen jedoch durch die Entwicklung von Deep Fakes eine neue Virulenz und Bedeutung. Daher steht sowohl die Öffentlichkeit als auch das politische System in Deutschland vor neuen Herausforderungen, solche Manipulationsversuche durch staatliche und nicht-staatliche Akteure abzuwehren, um die gesellschaftliche Kohäsion zu bewahren. Die Teilnehmer des Expertengesprächs diskutierten mit den beiden Referenten eine Reihe von Maßnahmen, wie neue regulatorische und gesetzgeberische Initiativen, spezifische öffentliche Aufklärung sowie technische Möglichkeiten, die Authentizität von Videos elektronisch zu zertifizieren.

Die Veranstaltung wurde von Nils Wörmer, Teamleiter Außen-, Sicherheits- und Europapolitik der KAS, und Dr. Hans-Jakob Schindler, Senior Director von CEP, eingeleitet. Moderiert wurde die Veranstaltung von Nauel Semaan, Referentin Terrorismusbekämpfung und Konfliktmanagement der KAS. Die CEP-KAS Studie wird zu Beginn des Jahres 2020 vorgestellt werden.

CEP-BIGS PizzaSeminar zu “Patterns & Pathways to Radicalization: How Europeans Join Global Jihad” – 05.11.2019, Berlin

In Kooperation mit dem Brandenburgischen Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) organisierte CEP ein PizzaSeminar zum Thema radikal-islamistische europäische Jihadisten. Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte Kacper Rekawek, der Leiter des Defence and Security Programms des europäischen Think Tanks GLOBSEC, die Ergebnisse einer umfassenden Studie, welche GLOBSEC in Kooperation mit CEP 2019 durchgeführt hatte. Im Rahmen der Studie untersuchten GLOBSEC und CEP die Biographien von über 300 europäischen radikal-islamistischen Jihadisten aus 11 Ländern. Auf Grundlage dieser Datenbasis wurden die verschiedenen Radikalisierungswege dieser Individuen nachvollzogen und kategorisiert. Dies erlaubte die Überprüfung verschiedener Radikalisierungstheorien und die Entwicklung differenzierter Radikalisierungsschemata, welche einen Beitrag zur Risikobewertung der europäischen Sicherheitsdienste leisten können.​

Die irische Journalistin Norma Costello präsentierte zudem den Fall der IS-Kämpferin Lisa Smith, die sie im vergangenen Jahr mehrfach in Syrien interviewt hat. Smith ist eine ehemalige irische Soldatin und einer der bekanntesten irischen IS-Mitglieder. Sie entkam Ende Oktober 2019 zusammen mit 750 anderen IS-Mitgliedern aus dem kurdischen Ain Issa Gefangenenlager an der türkischen Grenze. Das Schicksal von Lisa Smith demonstrierte an einem konkreten Einzelfall die Komplexität des Radikalisierungsprozesses und machte deutlich, welche Risiken die aktuelle Situation der sich noch in Syrien befindenden europäischen IS-Mitglieder für Europa darstellt.

Die Veranstaltung wurde geleitet von Dr. Tim Stuchtey, dem geschäftsführender BIGS-Direktor und Dr. Hans-Jakob Schindler, Senior Director von CEP, und verantwortlich für die Kooperation zwischen CEP und GLOBSEC.

Präsentation von Kacper Rekawek:

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CEP-SWP Workshop zu “ Kryptowährungen als Herausforderung für die öffentliche Sicherheit und Terrorismusbekämpfung?“ – 29.10.2019, Berlin

 Im Rahmen des Gesprächskreis Digitalisierung der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) fand am 29. Oktober 2019 ein gemeinsamer CEP-SWP Workshop statt. Hierbei wurden diese Fragen diskutiert: Welche Aspekte von Kryptowährungen machen diese anfällig für den Missbrauch durch Terrorgruppen und -organisationen? Welche Belege oder Szenarien bestehen für einen Missbrauch dieser Technologien durch terroristische Gruppierungen? Wie sollte der Ausgleich zwischen dem Innovationspotenzial von Blockchain-Technologien und staatlichen Sicherheitsinteressen ausgestaltet werden? Welche legislativen, regulatorischen Maßnahmen erscheinen sinnvoll und zielführend? Sind Zuständigkeiten effektiv geregelt und die nationalen Kontrollorgane ausreichend mit Ressourcen und Expertise ausgestattet, um diesen neuen Herausforderungen entgegenzutreten?

Dieses neue CEP Projekt begleitet das angelaufene Gesetzgebungsverfahren zur Implementierung der 5. Geldwäscherichtline der Europäischen Union (AMLD5), sowie die in diesem Zusammenhang angelaufene Diskussion bezüglich der Entwicklung eines regulativen Rahmens für die Kryptowährungsindustrie in Deutschland.

Dr. Daniel Eisermann von der Compliance-Beratungsfirma Berlin Risk, die von CEP Germany beauftragt wurde eine Studie zur Terrorismusfinanzierung und Rolle von Kryptowährungen zu erstellen, gab einen Überblick über die aktuellen Ergebnisse seiner Arbeit. Stefan Ochsner, einer der maßgeblichen Autoren der neuen Schweizer und Liechtensteiner Regulierungen der Krpyptowährungsindustrie, berichtete aus seinen Erfahrungen im Zuge der jeweiligen Gesetzgebungsverfahren. Die Diskussion wurde eingeleitet durch Dr. Raphael Bossong von der Forschungsgruppe EU/Europa der SWP und Dr. Hans-Jakob Schindler, Senior Director CEP, und verantwortlich für das aktuelle CEP-Forschungsprojekt zu Kryptowährungen.

Die Studie wird zu Beginn des Jahres 2020 vorgestellt werden.